Der Fish River Canyon in Namibia

Eine wahnsinnig beeindruckende Naturlandschaft besuchten wir am dritten Tag unserer Namibia-Reise. Der Fish River Canyon gilt als Afrikas größter Canyon. Nach dem Grand Canyon in den USA soll er der zweitgrößte Canyon der Welt sein.

Ob das nun tatsächlich so ist oder nicht, er ist auf jeden Fall unglaublich riesig. Insgesamt erstreckt sich die tiefe Schlucht des Flusses “Fish” im Bereich des Canyon über eine Länge von etwa 160 Kilometern. Stellenweise ist sie bis zu 550 Meter tief. Ein gigantischer Anblick, der auf unseren Bildern leider gar nicht so richtig rüberkommt. Ein Grund mehr, bei einer Reise durch Namibia dieses Naturwunder zu besichtigen. 🙂

In der Nähe von Mariental wird der Fish River durch den Hardap Damm zu einem großen See gestaut. Im sonst so trockenen und wenig besiedelten Landesinneren ist diese Ansammlung künstlicher Wassermassen irgendwie ein seltsamer Anblick.

Für Besucher gibt es einen nett angelegten Rastplatz mit Aussichtsplattform auf den Stausee.

Und auch das Furten habe ich – bereits vor Island – kennengelernt. Unvorbereitet mit einem Kleinbus inklusive Anhänger war die Fahrt durch das übergetretene Wasser des Fischflusses allerdings etwas anderes als mit einem Allrad-Auto im isländischen Hochland. 😉

Am späten Nachmittag erreichten wir unsere nächste Unterkunft, das Canyon Mountain Camp. Das Camp liegt im Gondwana Canyon Park in der Nähe des Fish River Canyon. Unsere Zimmer befanden sich nochmals einige hundert Meter – oder waren es Kilometer? 😉 – entfernt vom Haupthaus des Camps in einem kleinen Gebäudekomplex.

Dieses Gebäude mit etwa sechs Zimmern befand sich inmitten von ganz viel Gegend, jeder Menge Nichts und unendlicher Weite. Ich glaube, auf dem folgenden Bild kann man sogar die Erdkrümmung erkennen. 😉

Am frühen Abend wurden wir dann noch mit einem farbenprächtigen Sonnenuntergang belohnt.

Wenn man von zu Hause gewohnt ist, sich in dicht besiedelten Orten aufzuhalten und nachts genau weiß, was um das eigene Haus herum passiert oder eben auch nicht, ist es fast ein wenig beunruhigend in einem kleinen Zimmer zu sitzen und von draußen Geräusche zu hören, die man nicht zuordnen kann. Und wenn man dann aus dem Fenster schaut und nur Schwärze sieht, dann macht man ganz schnell wieder den Vorhang zu.

Mein Bruder und ich starteten an diesem Abend eine kleine Mutprobe: In der Dunkelheit verließen wir unsere Unterkunft und bewegten uns außerhalb der schützenden Mauern. Ich glaube, wir haben es nicht einmal fünf Minuten in der “Wildnis” ausgehalten und sind schnell wieder zurück in unser Zimmer gelaufen. 😉

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