Geierlay – Deutschlands längste Hängeseilbrücke

Erst letztes Jahr im Oktober wurde die Brücke errichtet. Seitdem habe ich schon viele Bilder bei Facebook, Instagram und Co. gesehen, und die Besichtigung dieser neuen Touristenattraktion steht ganz oben auf meiner Reise-Wunschliste. Die Geierlay ist Deutschlands längste Hängeseilbrücke und befindet sich im Herzen des Hunsrücks.

Die meisten Besucher gelangen über Mörsdorf zur Brücke. Dort befindet sich auch ein Besucherzentrum. Wir sind jedoch in Sosberg auf der anderen Seite der Brücke gestartet, denn meine Tante hat mit ihrer Familie eine ganz Weile dort gelebt, und daher verbinde ich viele Kindheitserinnungen mit diesem Ort. Ich wollte unbedingt noch einmal durch das Dorf schlendern und mir das Haus, in dem meine Tante wohnte, anschauen.

Vom Parkplatz (gebührenpflichtig, mindestens vier Stunden für 2,00 Euro) in Sosberg sind es etwa zwei Kilometer bis zur Geierlay. Man wandert durch Wiesen und Felder, sieht die Windräder auf den Höhen des Hunsrücks und gelangt dann zu einem Wald. Der erste Blick auf die Hängeseilbrücke mit einer Länge von 360 Metern ist gigantisch!

Wenn man sich in der Mitte der Brücke befindet, blickt man etwa 100 Meter in die Tiefe. Mittlerweile haben bereits fast 300.000 Menschen die Geierlay besichtigt und diesen Anblick genossen.

Glücklicherweise waren wir werktags und relativ früh am Morgen dort, so dass sich bei unserem ersten Gang über die Holzblanken noch nicht so viele andere Besucher auf der Brücke tummelten.

Jeweils am Einstieg der Brücke stehen zahlreiche Bänke. Von dort hat man einen schönen Blick auf das wirklich beachtliche Bauwerk, das übrigens ganz leicht schwingt, wenn man darüber läuft.

Von der Brücke selbst schaut man in das Tal und auf die bewaldeten Hügel des Hunsrücks.

Auf dem Rückweg gegen 11:00 Uhr war dann schon ordentlich etwas los auf der Geierlay. Übrigens: Die Brücke kann das unglaubliche Gewicht von circa 50 Tonnen tragen. Das sind ungefähr 600 Menschen mit einem durchschnittlichen Gewicht von 80 Kilogramm.

Ein Tipp für Leute mit kleinen Kindern: Die Brücke ist 85 Zentimeter breit. Wir überquerten sie mit einem Buggy. Bei Gegenverkehr wurde es daher ziemlich eng. Einfacher wäre es mit dem Baby im Tragetuch gewesen. Tja, hinterher ist man immer schlauer. 😉

Zurück auf der Sosberger Seite war ich richtig froh, dass ich nicht unter Höhenangst leide. Denn sonst wäre ich vermutlich nicht über die Brücke gelaufen und hätte ordentlich etwas verpasst. So imposant habe ich mir die Brücke im Vorfeld gar nicht vorgestellt, und ich kann sagen: sie hat mich sehr beeindruckt.

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