Giants Playground

Bei den kalten Temperaturen draußen erinnere ich mich gerne an unsere Reise nach Namibia. Dort waren meine Eltern, mein Bruder, eine befreundete Familie und ich im Oktober 2007 für zwei Wochen gemeinsam mit unserem Guide Klaus unterwegs. Am dritten Tag unserer aufregenden Reise besuchten wir den Giants Playground, den Spielplatz der Riesen.

Das riesige Geröllfeld unweit des Köcherbaumwaldes besteht aus vulkanischem Dolorit-Gestein, das vor etwa 180 Mio. Jahren durch vulkanische Aktivitäten entstand. Über die Jahrmillionen führten Erosion und Auswaschungen dazu, dass die Gesteinsblöcke freigelegt wurden und nun wie unzählige Türme aus Bauklötzchen ausschauen. Früher hielt man diese Felsbrocken für Murmeln, mit denen gigantische Riesen spielten, erklärte uns Klaus.

Aus heutiger Sicht, nach meinem Aufenthalt in Island im Sommer 2014, erinnert mich der Giants Playground ein bisschen an das Lavafeld “Dimmuborgir” im Norden der Insel in der Nähe des Mývatn-Sees. (Na gut, ich gebe zu, nur ein ganz kleines bisschen. Aber beide Gesteinsfelder bestehen immerhin aus vulkanischem Gestein.) Damals jedoch musste ich an die Zyklopenmauern in Tyrins in Griechenland denken… und die Speicherkarte meiner Kamera wechseln, die erste Karte war schon am Morgen des dritten Tages voll. 🙂

Teilweise stehen die mächtigen Felsen auf sehr wackligen Beinen.

Und zwischen den Felsen entdeckten wir dann auch recht bald unsere ersten Klippschliefer, die ein wenig aussehen wie eine Mischung aus Maus, Murmeltier und Hase… und in der Nähe ihrer Nachtlager eine Menge Dreck hinterlassen.

Mit dem Giants Playground begann unser dritter Tag landschaftlich schon sehr beeindruckend. Was danach kommen sollte, haute uns dann aber wirklich um. Der Fish River Canyon, der weltweit als zweitgrößter Canyon gilt, erwartete uns und wir waren sehr gespannt. Mehr dazu gibt es in meinem nächsten Beitrag zu Namibia.

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