Hoch hinaus in der Südpfalz

Ich war mal wieder eine Weile faul und hinke mit meinen Beiträgen hinterher. Doch jetzt habe ich wieder etwas mehr Zeit, um über meine Ausflüge und Reisen zu berichten. Unseren diesjährigen Sommerurlaub verbrachten wir ja zu Hause und so vertrieben wir uns die Zeit mit verschiedenen Tagesausflügen. Einer dieser Ausflüge führte uns in die Südpfalz.

Biosphärenhaus und Baumwipfelpfad

An einem schwülheißen Tag machten wir uns früh morgens zunächst auf den Weg nach Fischbach bei Dahn. Dort steht das Biosphärenhaus Pfälzerwald/Nordvogesen. Zu dem Biosphärenhaus gehört ein Baumwipfelpfad, der Hauptanlass unseres Besuchs dort war.

Der Baumwipfelpfad ist knapp 300 Meter lang und führt in einer Höhe von bis zu 18 Metern durch die grünen Baumkronen des Pfälzerwaldes. Entlang des Pfades werden die Baumwipfel-Besucher mit Schildern und Vitrinen über Flora und Fauna des Waldes informiert.

Wir schlenderten über die Stege, balancierten über wackelige Hängebrücken und stiegen auf einen Aussichtsturm mit einem tollen Ausblick auf den Pfälzerwald. Dabei ist es tatsächlich von Vorteil, wenn man schwindelfrei ist. 🙂

Und am Ende des Pfades hat man die Möglichkeit mit einer Rutsche zurück auf den festen Boden zu gelangen.

Im Anschluss besichtigten wir die multimediale Ausstellung des Biosphärenhauses. Auch die Ausstellung hat, wie der Baumwipfelpfad, den Pfälzerwald und seine Bewohner zum Thema. Im Café, direkt unter dem Dach des Gebäudes, gönnten wir uns (zu wirklich günstigen Preisen) bei einer grandiosen Aussicht ein Stück leckeren Kuchen und ein erfrischendes Getränk.

Der Teufelstisch

Nächste Station unserer Pfalz-Tour war der Teufelstisch. Der Teufelstisch ist ein riesiger pilzförmiger Felsen aus Buntsandstein und zählt zu den landschaftlichen Wahrzeichen der Pfalz. Er steht schon seit längerem auf meiner Das-möchte-ich-unbedingt-mal-sehen-Liste.
Der Felsen liegt in der Nähe von Hinterweidenthal, etwa 20 Kilometer entfernt von Fischbach, und kann durch einen kurzen, aber zeitweise recht steilen Anstieg erreicht werden. Man kann auch ausgiebige Wanderungen in dieser Gegend unternehmen und die Buntsandstein-Formationen der Region erkunden. Uns war es dafür jedoch zu heiß und schwül – außerdem hatten wir einen straffen Zeitplan. 😉

Wir entschieden uns also für die kürzere Route hinauf zum Felsen. Auf dem Weg konnten wir erste Anzeichen auf das sandige, poröse Gestein dieser Gegend entdecken.

Am Ziel angekommen bestaunten wir – ganz ohne weitere Besucher – den beeindruckenden Felsen und wunderten uns auch ein wenig, dass die “Tischplatte” der Felsformation auf ihrem dünnen Sockel liegen bleibt.

Burg Trifels

Das letzte Ziel unseres Ausflugs in die Südpfalz war noch einmal mit einem steilen Anstieg verbunden. Bei Annweiler am Trifels, weitere 20 Kilometer entfernt, erklommen wir den Berg, auf dem die bereits 1088 errichtete Burg Trifels thront.

Die Burg blickt auf eine lange und ereignisreiche Geschichte zurück. Im 12. Jahrhundert beispielsweise wurde Richard Löwenherz, König von England, auf der Festung von Kaiser Heinrich VI. gefangen gehalten.


Die ehemalige Reichsburg wird heute als Museum genutzt, in dem der Besucher spannende Informationen zur Historie und dem Leben auf der Burg erfährt und eine Schatzkammer mit Nachbildungen der Reichskleinodien des Heiligen Römischen Reiches bestaunen kann. Aber alleine wegen der grandiosen Aussicht auf die bewaldeten Hügel und Berge lohnt sich der Aufstieg zur Burg und deren Aussichtplattform.

Mit Burg Trifels beendeten wir unser Tagesausflugsprogramm. Erschöpft, aber mit tollen neuen Eindrücken, traten wir die Heimreise an. Bei unserem nächsten Besuch in der Südpfalz werden wir uns sicher etwas mehr Zeit lassen und eine Übernachtung einplanen, denn es gibt dort für uns immer noch viele spannende Dinge zu entdecken.

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