Ein Tagesausflug zum Kloster Elonis und ins Bergdorf Kosmas

Zu unserem Herbsturlaub in Griechenland im vergangenen Jahr gehörte auch ein Tagesausflug in das idyllische Bergdorf Kosmas und zum Kloster Elonis, das in eine steile Felswand gebaut wurde.

Gleich morgens nach dem Frühstück starteten wir unsere Fahrt in Nafplion und machten uns entlang der Küste auf in Richtung Süden. Es war recht bewölkt, perfektes Wetter für einen Ausflug. Am Strand würden wir nichts verpassen.

Schon der Weg nach Kosmas ist ein kleines Abenteuer. Wir fuhren am Meer entlang und erreichten nach einer knappen Stunde Tyros, wo gute Freunde der Familie meines Mannes ein kleines Häuschen besitzen, in dem wir schon viele schöne Stunden verbrachten. Von dort ging es weiter nach Leonidion, das im Landesinneren liegt und wo an diesem Wochenende ein Kletter-Festival stattfand.  Von nun an ging es durch tiefe Täler und in engen Serpentinen immer höher ins Parnon-Gebirge. Auf unserem Weg legten wir einige Fotostopps ein, um die tolle Landschaft, Ziegen auf der Straße oder verlassene Traktoren irgendwo im Nirgendwo mit unseren Kameras festzuhalten.

In Kosmas angekommen, zeigte das Thermometer nur noch 7 °C an und so zogen wir uns erst einmal warm an, bevor wir den Ort erkundeten. Knapp 400 Einwohner wohnen in dem idyllischen Bergdorf, das durch einen wunderschönen Dorfplatz geprägt ist. Auf dem Platz stehen eine schlichte Kirche und große, uralte Platanen, die den Besuchern der dort angesiedelten Tavernen im Sommer Schatten spenden. Ein Denkmal erinnert an die schrecklichen Taten der Hitler-Truppen während des Zweiten Weltkriegs.

Vor etwa zehn Jahren machten mein Mann und ich unseren ersten Ausflug nach Kosmas, damals im Sommer bei hohen Temperaturen. Im Herbst jedoch war es nass und kalt, so dass wir uns in einer urigen, etwas verwohnten Taverne bei Kaffee und heißem Kakao aufwärmten, bevor es zurück über die gewundene Landstraße Richtung Leonidion und zum Kloster Elonis ging.

Wenn man auf das Kloster zusteuert, drängt sich zwangsläufig die Frage auf, wie ein Gebäude in einem so steilen Felshang erbaut werden kann. Der Anblick ist wirklich faszinierend und einmalig. Es muss furchtbar anstrengend und mühsam gewesen sein, diese Anlage dort in der Felswand zu errichten – vor allem, wenn man bedenkt, dass diese bereits vor über 500 Jahren gegründet wurde. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Kloster immer weiter ausgebaut und wandelte sich vom Mönchskloster zu einem Frauenkloster.

Über eine steile Auffahrt erreicht man den kleinen Parkplatz gleich unterhalb des Klosters, auf den erstaunlich viele Autos und Busse passen und, wo Souvenirs und regionale Produkte verkauft werden. Mann und Kind probierten sich dort durch gefühlt 20 Honigsorten.

Vom Trubel auf dem Vorplatz ist im Kloster selbst nichts zu spüren – jedenfalls im Herbst. In der Hochsaison schlängeln sich vermutlich viele Besucher durch die Gänge und in der Kirche des Anwesens. Wir hatten jedoch die Gelegenheit uns in Ruhe umzuschauen und den tollen Ausblick auf die Berge zu genießen.

Auf dem Rückweg nach Nafplion machten wir Halt in Tyros, wo wir in einer Taverne gleich am Strand einen schönen Blick auf das Wolken verhangene Meer hatten und ganz lecker zu Abend aßen – der perfekte Abschluss eines wunderschönen und erlebnisreichen Tages.

2 Kommentare zu „Ein Tagesausflug zum Kloster Elonis und ins Bergdorf Kosmas“

  1. Hallo Marija, toller Bericht! Als wäre man selbst dabei gewesen 😊.
    Die gefühlt 20 Honigsorten sind super 😂.
    Machst du dir unterwegs eigentlich Notizen, oder schreibst du es später aus der Erinnerung?

    1. Hallo A.S.,
      dankeschön. Ich bezweifle aber, dass es an meiner Beschreibung liegt, dass du das Gefühl hast, dabei gewesen zu sein. 😉
      Auf Reisen schreibe ich meistens stichpunktartig Tagebuch, um die Erinnerungen ein wenig festzuhalten. Für meine Artikel schaue ich dann aber eigentlich nie hinein. 🙂
      Viele Grüße
      Marija

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